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ROCK AREA (Germany) 2002 FREDERIC SLAMA (Aor) Etwas überraschend ist denn nun auch gleich die Antwort Frederics auf die Frage, wie Frederics Einstieg in die Szene eigentlich aussah: Geboren wurde ich in Paris. Noch in Frankreich habe ich angefangen, als Journalist zu arbeiten. Mein Spezialgebiet waren AOR und Westcoast. Ich habe ganz einfach versucht, diese Musik anhand von Reviews, Interviews und durch Radiosendungen zu promoten. Ich war einer der wenigen Leute, die es Ende der 70er Jahre geschafft haben, Westcoast auch nach Frankreich zu bringen. In den 80ern bin ich dann nach L.A. umgezogen und habe dort Musik studiert. Dabei habe ich eine Menge großartiger Musiker kennengelernt, die mir geholfen haben, einige Demos aufzunehmen. Das neue Album Next Stop: L.A. besteht nun auch teilweise
aus Songs von diesen Demos: Ich wollte schon, dass die gesamte
CD einen einheitlichen Sound aufweist. Es gab da noch einige Stücke,
die produktionstechnisch noch besser klingen, aber ein anderer wichtiger
Schwerpunkt sind auch die Melodien. Und ich glaube wirklich, dass sie
gemeinsam stark sind und eine Einheit bilden, obwohl der Sound hier
und da noch etwas besser sein könnte. Mit von der Partie
auf Next Stop: L.A. sind u.a. so namhafte Szenemusiker wie
Richard Page, Michael Thompson und Carlos Vega. Nicht wenig erstaunlich,
wenn man die Vergangenheit Slamas kennt: Diese großartigen
Musiker und noch viele mehr - habe ich in den 70ern und 80ern
kennengelernt, als ich noch als Journalist gearbeitet habe. Manche von
ihnen mochten mich wohl so sehr, dass es ihnen nichts ausmachte, auf
einigen meiner Stücke zu singen oder spielen." Frederics musikalisches Können selbst wurde von sehr vielen Musikern
aus der Szene beeinflusst, die stilprägende Alben veröffentlicht
haben, so dass es eher weniger verwunderlich erscheint, dass die Musik
von AOR auch an eben diese Bands erinnert: Ich wurde sehr von
Toto, Foreigner, The Eagles und Survivor, aber auch von einigen weniger
bekannten Bands wie Van Stephenson, Bill La Bounty, David Roberts, Pages,
Franke & The Knockouts und vielen, vielen anderen beeinflusst. Zudem
bin ich seit den 70er Jahren ein verrückter Sammler von Westcoast
und AOR. Aufgenommen und produziert wurde das gesamte Album jedoch trotz der
zwischenzeitlichen Rückkehr Slamas nach Frankreich in L.A., einer
Stadt, die schon allein aufgrund der dortigen Lebensgefühle für
diese Art von Musik gemacht zu sein scheint und folglich auch das Mekka
des Westcoast darstellt: L.A. ist auch heute noch das Zentrum
für diese Art von Musik. Allerdings musst du nun eher in kleinen
Clubs danach suchen, wohingegen man mit Westcoast oder AOR in den 80er
Jahren noch Stadien füllen konnte. Alle beliebten Künstler
der Szene wohnen aber immer noch in L.A., auch wenn sie heutzutage in
Europa und Japan populärer sind als dort. Frederic selbst beschreibt seinen eigenen Sound als perfekte
Mischung zwischen AOR und Westcoast mit viel Melodie. Man darf aber
nie vergessen, dass es eine selbstfinanzierte Veröffentlichung
ist. Erwartet keine $100000 Produktion, wie sie einige der Bands mit
einem finanzstarken Label im Rücken manchmal haben. Stellt
sich nun die Frage, warum Next Stop: L.A. eigentlich ein
selbstfinanziertes Album geworden ist. Aufgrund der vorhandenen Klasse
der Songs und der erstklassigen Instrumentierung hätte sich definitiv
eine Plattenfirma finden müssen, die AOR einen finanziellen Background
hätte liefern können: Ich habe aus künstlerischen
Gesichtspunkten gar nicht versucht, ein Label zu finden, obwohl mich
einige nach dem Erfolg des Debüts L.A. Concession darauf
angesprochen haben. Ich möchte ganz einfach völlig unabhängig
bleiben. Das erste Album ist bis auf wenige Restexemplare bei www.cdbaby.com/aor
komplett ausverkauft und wird wohl bald ein schwer gesuchtes Teil sein. Das macht ja nichts wenn das Ergebnis dementsprechend ausfallen
würde, wären alle Fans wohl um so glücklicher. Fans,
die Frederic in ferneren Breitengraden mittlerweile schon auf der Straße
erkennen: Letztes Jahr war ich in Japan im Tower Records
in Shibuya/ Tokyo. Irgendwann sprachen mich dort zwei Mädchen an
und fragten mich, ob ich Frederic Slama von AOR sei. Sie erzählten
mir, dass sie mich anhand des wirklich sehr kleinen Bildes aus der ersten
CD erkannt hätten und luden mich zum Essen ein und stellten mich
ihren Freunden vor. Eine Sekunde lang habe ich mich wie Steve Lukather
gefühlt. Und das war großartig! © Rock Area |
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